Radweg Ebersberg-Hohenlinden zügig umsetzen – schnelle alternative Route schaffen

Seit vielen Jahren warten die Menschen in Hohenlinden und Ebersberg auf einen sicheren und ganzjährig alltagstauglichen Radweg zwischen der Gemeinde und der Kreisstadt. Eine zeitnahe Realisierung der aktuellen Planung entlang der Staatstraße St 2086 erscheint auf Grund der seit Jahren stockenden Grundstücksverhandlungen zunehmend unrealistisch. Deshalb sollten alternative Streckenführungen geprüft werden.

Statt parallel zur St 2086 könnte die Strecke über Ludwig Geräumt und den bereits existierenden Radweg entlang der Staatsstraße St 2080 geführt werden (siehe beigefügte Darstellung). Diese Streckenführung bietet demgegenüber mehrere wesentliche Vorteile:

  • Die erforderlichen Wege und Straßen sind bereits vorhanden und müssten lediglich planiert sowie asphaltiert werden.
  • Eingriffe in den Waldbestand wären kaum notwendig, wodurch die ökologische Belastung und neue Flächenversiegelung deutlich reduziert würden.
  • Ein ähnliches Konzept wurde auf der schnellen Radverbindung Sauerlach-München im Perlacher Forst sehr erfolgreich und mit hohen Nutzungszahlen umgesetzt.
  • Die neue Route führt unmittelbar am beliebten Naherholungsort Hohenlindener Schauschütt vorbei und verbessert damit die Erreichbarkeit für Radfahrerinnen und Radfahrer aus dem südlichen wie auch nördlichen Landkreis.
  • Der finanzielle Aufwand würde sich erheblich verringern, da weder Rodungsarbeiten noch zusätzlicher Grundstückserwerb erforderlich wäre.

Die Schlüsselstelle ist eine sichere Überquerung der St 2080, auf der 100 km/h Höchstgeschwindigkeit gilt und real teils deutlich höhere Geschwindigkeiten gefahren werden. Hier müsste eine sichere Querungsmöglichkeit eingerichtet werden.

Unser Antrag an den Umwelt- und Verkehrsausschuss:

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, eine alternative Trassenführung des geplanten Fahrradwegs zwischen Ebersberg und Hohenlinden über Ludwig-Geräumt und die Staatsstraße St 2080  zu prüfen und dem ULV rechtzeitig zur Beschlussfassung über die kommende Aktualisierung des Radwegeplans des Landkreis Ebersberg vorzustellen.
  2. Die Verwaltung soll Verhandlungen mit dem Staatlichen Bauamt Rosenheim aufnehmen, um als Gegenzug zum dann entfallenden Radweg an der St 2080 eine Finanzierung der alternativen Route zu erwirken, insbesondere eine Unterführung zur sicheren Querung am Kreuzungspunkt der Staatsstraße 2080.

Thomas von Sarnowski, Landratskandidat und Kreisrat, Ebersberg

Johannes Rumpfinger, 3. Bürgermeister Hohenlinden und Kreisrat